Vatikanischen Museen: Highlights, Tipps, Tickets & Fotos

Die Vatikanstadt ist fast schon ein Städtetrip an sich, denn es gibt dort unendlich viel zu sehen. Man kann hier nicht nur die Sixtinische Kapelle, sondern auch den Petersdom und die Vatikanischen Gärten besichtigen. Die beeindruckenden Vatikanischen Museen zählen zu den vielfältigsten und denkwürdigsten Museen der Welt. Ich erzähle dir, warum du auf jeden Fall einen Rundgang durch die Vatikanischen Museen machen solltest, wenn du die Vatikanstadt besuchst.

Vatikanische museen rundgang

Die Tore zu den verschiedenen Vatikanischen Museen. Endlich kannst du einen Rundgang durch das Innere der Vatikanstadt machen!

Rundgang in den Vatikanischen Museen

Seit Papst Julius II. im frühen 16. Jahrhundert die Idee hatte, die vatikanischen Museen zu gründen, sind sie zu einer der beeindruckendsten Kunstsammlungen der Welt geworden. In den Vatikanischen Museen gibt es ägyptische Mumien, etruskische Kunstwerke und sowohl antike als auch moderne Gemälde; nur wenige andere Museen auf der Welt bieten so viel Vielfalt in dieser hochwertigen Qualität. Während eines Rundgangs durch die Vatikanischen Museen muss man ziemlich viel laufen; der Komplex umfasst eine Fläche von 5,5 Hektar und besteht aus zwei Palästen: dem ursprünglichen Vatikanpalast (in der Nähe des Petersplatzes) und dem Palazzetto (deutsch: kleiner Palast) di Belvedere. Diese zwei Plätze im Vatikan sind durch zwei lange Galerien miteinander verbunden. Darüber hinaus gibt es drei weitere Höfe: die Cortile della Pigna, della Biblioteca und del Belvedere. Mittlerweile hast du wahrscheinlich festgestellt, dass du hier beinahe deinen gesamten Urlaub verbringen könntest.

Vatikan besuchen

Wenn du den Vatikan besuchen willst, bist du übrigens nie allein. Täglich ziehen die Vatikanischen Museen rund 15.000 Besucher an!

Lange Warteschlangen vermeiden

Bevor man die Vatikanischen Museen besucht, gebe ich dir noch einen Tipp, den du dir wirklich zu Herzen nehmen solltest. Stell dich nicht vor Ort an, um deine Tickets für die Vatikanischen Museen zu kaufen.

Die Warteschlangen sind gi-gan-tisch lang. Sobald man denkt, dass man es geschafft hat, ist die Warteschlange plötzlich doch noch zwei- bis dreimal länger als erwartet. Durchschnittlich muss man mit einer Wartezeit von drei Stunden rechnen. Ich denke, dass man diese Zeit besser nutzen sollte, um andere Sehenswürdigkeiten in Rom zu entdecken!

Wenn man die Tickets für die Vatikanischen Museen online bucht, bekommt man eine feste Zeit zugewiesen und man muss nur 15 Minuten im Voraus vor Ort sein. Diese Online-Tickets für die Vatikanischen Museen sind natürlich schnell ausgebucht. Man sollte daher unbedingt darauf achten, dass man seine Tickets bereits ein paar Tage im Voraus bucht. Willst du auch bei den anderen Sehenswürdigkeiten in Rom nicht so lange warten? Dann lies dir auch diese Tipps durch.

 

» Alle Tickets für die Vatikanstadt

Die Highlights der Vatikanischen Museen

Auch wenn dir Kunst und Geschichte nicht wirklich zusagt, ist ein Besuch der Sixtinischen Kapelle ein absolutes Muss. Wofür man sich auch entscheidet, hier berichte ich über die Highlights der Vatikanischen Museen (einschließlich der Sixtinischen Kapelle).

Highlights Vatikanische museen

Die Vatikanischen Museen sind vollgepackt mit schönen Kunstwerken. Kunst- und Geschichtsliebhaber werden es hier lieben!

Pinacoteca

Komischerweise wird diese Gemäldesammlung in den Vatikanischen Museen von vielen Besuchern oft übersehen, aber ich kann einfach nicht verstehen, warum. Man kann hier Gemälde von Raffael (seine prächtige La Trasfigurazione), Giotto, Tizian oder Caravaggio bewundern. Und wenn dich das alles noch nicht überzeugt hat, lockt dich vielleicht Leonardo da Vincis unvollendeter San Girolamo an?

Museo Chiaramonti & Braccio Nuovo

Technisch gesehen ist das Museo Chiaromonti ein langer Korridor mit Tausenden von Statuen und Büsten. Hier sind alle vertreten, denn es sind sowohl die Götter als auch die einfachen Römer dargestellt. Am Ende beginnt der Braccio Nuovo (Neuer Flügel), dessen Highlight eine Statue des Nils ist, die als Gott dargestellt und von 16 Babys bedeckt ist. Die Kunst war schon immer seltsam.

Museo Pio-Clementino

Dieses Vatikanische Museum muss man schon alleine deshalb besucht haben, weil es eines meiner Lieblingskunstwerke enthält. Wenn man schon immer einmal die schöne Laokoongruppe bewundern wollte, muss man dieses Vatikanische Museum auf jeden Fall besucht haben. Die Lakoongruppe zählt zu den berühmtesten Skulpturen der altgriechischen Kunst und wurde von insgesamt drei Bildhauern geschaffen: Hagesandros, Athenodoros und Polydoros. Die Skulptur erzählt die Geschichte des trojanischen Priesters Laokoon, der die Trojaner davon abhalten wollte, das berühmte Pferd in die Stadt zu holen. Leider wurden er und seine beiden Söhne Antiphantes und Thymbraes von Meeresungeheuern erwürgt. Der Gesichtsausdruck der Statuen ist einfach beeindruckend und meiner Meinung nach eines der absoluten Highlights der Vatikanischen Museen. Mit anderen Worten: dieses Highlight in den Vatikanischen Museen darf man auf keinen Fall verpassen.

Wenn man genug von all den Büsten und menschlichen Figuren hat, sollte man sich unbedingt den Saal der Tiere ansehen. Dort gibt es Dutzende von lebensechten Skulpturen von Tieren! Wer hätte gedacht, dass es in den Vatikanischen Museen einen Zoo gibt!

Museo-Pio-Clementino-Saal der Tiere

Der Saal der Tiere im Museo Pio-Clementino. Es müssen nicht immer nur Menschen sein, die zur Kunst erhoben werden!

Museo Gregoriano Egizio

Die Sammlung ist nicht so umfangreich wie etwa die des Ägyptischen Museums in Turin (ebenfalls zu empfehlen), aber es gibt dort trotzdem eine Reihe schöner Ausstellungsstücke zu bestaunen. Eine Statue von Ramses II. auf seinem Thron, Sarkophage, eine Mumie… das alles findet man hier!

Museo Gregoriano Etrusco

Wie der Name bereits vermuten lässt, befindet sich hier eine Sammlung etruskischer Kunst. Viele der Ausstellungsstücke wurden in etruskischen Gräbern im Norden Latiums ausgegraben. Das Highlight ist hier der Marte di Todi (Mars von Todi, eine weitere besonders charmante Kleinstadt), eine schwarze Bronzestatue eines Kriegers aus dem 5. Jahrhundert v. Chr.

Galleria delle Carte Geografiche

Geografie-Liebhaber sollten hierher kommen, denn diese 120 Meter lange Galerie beherbergt 40 topografische Karten Italiens aus dem 16. Jahrhundert. Eine schöne Abwechslung nach all den Statuen und Kunstwerken in den Vatikanischen Museen.

Galleria delle Carte Geografiche Vatikanische museen Kunstwerke

Die Galleria delle Carte Geografiche ist meiner Meinung nach eines der absoluten Highlights in den Vatikanischen Museen. Prächtig und ein schönes Stück Geschichte!

Stanze di Raffaello

Diese vier Gemäche sind mit schönen Fresken von Raffael geschmückt, weshalb es auch nicht verwunderlich ist, dass sie früher einmal Teil des Privatbereiches von Papst Julius II. waren. Es muss allerdings erwähnt werden, dass nur die Stanza della Segnatura und die Stanza di Eliodoro von Raffael selbst gemalt wurden. Die Stanza dell’incendio und die Sala di Costantino wurden von seinen Schülern gemalt, die seinen Richtlinien und Entwürfen folgten.

La Cappella Sistina

Last but not least die weltberühmte Sixtinische Kapelle. Hier befinden sich die beiden berühmtesten Kunstwerke von Michelangelo: seine Fresken und Giudizio Universale (Jüngstes Gericht). Dies ist der einzige Ort in den Vatikanischen Museen, den wirklich jeder sehen möchte, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass die Kapelle manchmal sogar von bis zu 2000 Menschen am Tag besucht wird. Die bereits erwähnten Fresken bestehen aus neun Bildfeldern, die Szenen aus dem Alten Testament darstellen. Das berühmteste Bildfeld ist zweifellos Die Erschaffung Adams, auf dem dargestellt wird, wie Gottvater mit ausgestrecktem Zeigefinger Adam zum Leben erweckt.

Interessant: Die Sixtinische Kapelle ist auch der Ort, an dem sich das Konklave trifft, um einen neuen Papst zu wählen.

Bei einer Führung durch die Vatikanischen Museen erhält man übrigens viele Hintergrundinformationen über diesen Ort. Schon alleine deswegen würde ich eine Führung durch die Vatikanischen Museen empfehlen. Michelangelo hat einige (provokante!) Witze in seinem gigantischen Deckengemälde versteckt, worüber einem der Reiseleiter gerne alles erzählt.

Sixtinische Kapelle Vatikanische museen rundgang

Die Sixtinische Kapelle ist für viele das Highlight in den Vatikanischen Museen. Wunderschön, aber sicherlich nicht das einzige Kunstwerk, was einen Besuch in den Vatikanischen Museen unvergesslich macht!

La Basilica di San Pietro

Während eines Aufenthalts im Vatikan ist es kaum möglich, den Petersdom nicht zu sehen, weshalb ich dir gerne noch ein bisschen mehr über dieses fantastische Gebäude erzählen möchte. Die Basilika wurde auf einer Kirche aus dem 4. Jahrhundert errichtet und nach einer Bauzeit von sage und schreibe 120 Jahren (!) im Jahr 1626 endgültig geweiht. Die Basilika verdankt ihren Namen der Tatsache, dass hier zwischen den Jahren 64 und 67 der heilige Apostel Petrus begraben wurde.

Obwohl das gesamte Gebäude ein Blickfang ist, sind die Kuppel und die Pietà von Michelangelo sowie das 29 Meter hohe Baldachin-Ziborium von Bernini die Touristenattraktionen. Leider konnte Michelangelo sein architektonisches Meisterwerk niemals selbst bestaunen, da er starb, bevor es fertiggestellt wurde. Vergiss nicht, den Turm zu besteigen, von dem aus man einen herrlichen Blick auf die Vatikanstadt und Rom hat.

Petersdom Vatikanische museen highlights

Den Petersdom kann man kostenlos besuchen, aber die Warteschlangen sind sehr lang… Mit einer Führung durch ein anderes Vatikanisches Museum kann man ohne Wartezeit eintreten.

Die Vatikanischen Gärten

Wenn man die Vatikanstadt besucht und noch Zeit übrig hat, kann auch ein Ausflug in die Vatikanischen Gärten interessant sein. Mit den Vatikanischen Gärten werden in der Regel die direkt hinter dem Petersdom liegenden Gärten gemeint, da sie die berühmtesten und damit auch die beliebtesten Gärten im Vatikan sind. Aber auch in der päpstlichen Sommerresidenz in Castel Gandolfo, eine halbe Stunde von Rom entfernt, gibt es Gärten. Neben dem Päpstlichen Palast kann man auch die Barberini-Gärten besuchen. Diese wurden erst im Jahr 2014 von Papst Franziskus der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In beiden Gärten ist es nie zu voll, weswegen sie der ideale Ort sind, um etwas Ruhe zu finden.

Vatikanischen Gärten

Die Vatikanischen Gärten sind viel weniger überfüllt.

Tipps für den Besuch der Vatikanischen Museen

  • Mit einem Omnia Pass erhält man Zugang zu den Vatikanischen Museen, dem Petersdom, aber auch zum Kolosseum, der Galleria Borghese und vielen weiteren Sehenswürdigkeiten in Rom. So spart man nicht nur viel Geld, sondern muss auch nicht lange anstehen. Den Omnia Pass kann man hier online kaufen.
  • Die Ausstellungen in den Vatikanischen Museen sind nicht sehr gut mit Informationen versehen, weshalb der Kauf eines Audioführers (7 €) oder einer Broschüre (14 €) sinnvoll sein kann. Mir persönlich hat aber der echte Reiseleiter immer noch am besten gefallen.
  • Die bereits erwähnte päpstliche Sommerresidenz in Castel Gandolfo ist gut mit dem Zug erreichbar!
Vatikanische museen tickets

In den Vatikanischen Museen gibt es sehr viele Kunstwerke, eines bekannter als das andere, aber eigentlich ist hier alles wunderschön!




 5 interessante Fakten über die Vatikanstadt

  • Der Staat der Vatikanstadt ist das kleinste Land der Welt. Von der Größe her macht es nur rund ein Achtel des Central Parks in New York aus. Die Vatikanstadt ist eine Monarchie, deren Monarch der Papst ist. Das Land hat eigene Euromünzen, Briefmarken, Pässe und Nummernschilder. Es fehlt ihm lediglich an Steuereinnahmen, aber durch Museumskarten, Briefmarken- und Souvenirverkäufe sowie Spenden von Wohltätern kann es trotzdem Einnahmen generieren.
  • Die berühmte Schweizer Garde, bekannt für ihr farbenfrohes Kostüm aus der Renaissance, schützt den Papst seit dem Jahr 1506. Ursprünglich bestand die Schweizer Garde aus Söldnern, die von Papst Julius II. beauftragt wurden, ihn zu beschützen. Sie mögen vielleicht harmlos erscheinen, aber mach auf keinen Fall den Fehler, dich mit ihnen anzulegen, denn sie sind sehr gut ausgebildet und äußerst kompetent. Und natürlich besteht diese Mini-Armee nur aus Schweizer Bürgern.
  • Es gibt einen Geheimgang, den sogenannten Passetto di Borgo, der den Vatikan mit der Engelsburg verbindet. Dies ermöglicht(e) es den Päpsten, bei Bedarf zu fliehen. Im Jahr 1527 rettete dieser Gang das Leben von Papst Clemens VII., als die Truppen Karls V. die Stadt eroberten und dabei viele Priester und Nonnen ermordeten. Dank der erwähnten Schweizer Garde hatte der Papst gerade genug Zeit zur Flucht.
  • Die meisten der fast 600 Einwohner des Staates der Vatikanstadt leben im Ausland. Neben dem Papst wohnen hier 71 Kardinäle, 109 Mitglieder der Schweizer Garde, 51 Geistliche sowie eine Nonne. Die größte Gruppe, 307 Mitglieder des Klerus, bekleidet diplomatische Positionen auf der ganzen Welt.
  • Jetzt sag noch einmal, dass der Papst keinen Sinn für Humor hätte. Als der damalige Papst Johannes XXIII. gefragt wurde, wie viele Menschen im Vatikan arbeiten, antwortete er trocken: „Etwa die Hälfte“.
Vatikanische museen Tipps

Ebenfalls interessant zu wissen: Insgesamt muss man auf seinem Rundgang durch die Vatikanischen Museen 14 Kilometer laufen, um alles zu besichtigen. Mit anderen Worten: Es gibt in den Vatikanischen Museen mehr als genug zu sehen!

Die Vatikanischen Museen sind also viel mehr als nur die Sixtinische Kapelle. Nimm dir ausreichend Zeit für den Besuch des Vatikans, denn das kleinste Land der Welt hat einen großen kulturellen Wert. Die Vatikanischen Museen muss man wirklich mindestens einmal in seinem Leben besucht haben.

 

 
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