Den Petersdom besichtigen ohne anstehen: Infos, Tipps, Fotos + Tickets

Eigentlich liegt der Petersdom zwar im Vatikan, aber trotzdem wird dieses meisterhafte Bauwerk zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Roms gezählt. Den Petersdom sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen, wenn man zu Besuch in der Ewigen Stadt Rom ist.

 

Petersdom

Der Petersdom ist die wichtigste und größte Kirche des Christentums

Der Name La Basilica Papale di San Pietro in Vaticano ist klangvoll und beschreibt die Basilika recht gut. Der päpstliche Petersdom im Vatikan klingt auf Deutsch viel weniger eindrucksvoll, aber das sollte einen nicht davon abhalten, diese wunderschöne Basilika zu besuchen. Sie ist nicht nur das berühmteste Bauwerk der Renaissance-Architektur, sondern auch die größte Kirche der Welt! Dieses religiöse Bauwerk ist das Mekka der Christen und wird oft als „die wichtigste aller Kirchen des Christentums“ bezeichnet, obwohl dies eigentlich die Lateranbasilika des heiligen Johannes im Lateran sein müsste.

Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass sich jedes Jahr Zehntausende von Gläubigen am Petersdom treffen, um sich eine der Liturgien des Papstes anzuhören. Dies tun sie entweder im Petersdom oder auf dem atemberaubenden Petersplatz.

Eine kurze Geschichte des Petersdoms

Der Bau des Petersdoms begann im Jahr 1506 und erst im Jahr 1626 wurde das gigantische Bauwerk endgültig fertiggestellt. Ursprünglich stand am selben Platz eine Basilika, die Konstantin der Große im vierten Jahrhundert erbauen ließ, aber wegen ihres schlechten Zustands wurde sie abgerissen. Fünf verschiedene Architekten arbeiteten an dem Entwurf des Petersdoms, von denen Michelangelo der bekannteste ist. Den teuren Bau finanzierte man mit dem Verkauf von Ablässen an das Volk, (ein Stück Papier, mit dem Sündenstrafen erlassen wurden, damit man anstelle in das Fegefeuer in den Himmel kommen konnte). Am 18. November 1626 wurde der Petersdom nach 120 Jahren Bauzeit endgültig geweiht. Die Basilika wurde nach dem Apostel Petrus benannt, der einer der Gründer des Christentums war. Man kann sogar seine Überreste in einem Grab bewundern.

Petersdom besichtigen ohne anstehen

Der Petersplatz, auf dem sich auch der Papst regelmäßig blicken lässt.

Was gibt es im Petersdom alles zu sehen?

Wenn man auf dem Petersplatz ankommt, braucht man wahrscheinlich etwas Zeit, um alle Eindrücke aufzunehmen. Aber auch wenn man kein Fan von Kirchen ist, wird einen dieses großartige Bauwerk nicht unbeeindruckt lassen. Es fällt einem sofort die gigantische Kuppel des Petersdoms (42 Meter Durchmesser) in die Augen, die die Skyline Roms dominiert. Das lässt einen so langsam ahnen, wie groß der Petersdom wirklich ist. Um dir eine Vorstellung zu geben: Der Petersdom ist 136,6 Meter hoch, 150 Meter breit und 220 Meter lang. Ganz andere Dimensionen als bei deiner lokalen Pfarrkirche.

Nachdem man den gigantischen Warteschlangen getrotzt hat, (oder diese mit einem Vorrangticket passiert hat), kann man endlich das Innere dieses Meisterwerks bestaunen. Und natürlich gibt es dort viel zu sehen. Um dir bei der Auswahl all der Sehenswürdigkeiten im Petersdom zu helfen, liste ich vier Sehenswürdigkeiten im Petersdom auf, die man beim Besuch des Petersdoms auf keinen Fall verpassen sollte.

Der Baldachin von Bernini

Den Namen Bernini kennst du vielleicht aus dem Roman “Illuminati” von Dan Brown. Bernini half nicht nur beim Entwurf des Petersdoms mit, sondern auch bei diesem Baldachin. Ein Baldachin (auch Himmel genannt) ist ein schirmartiges Sonnen- oder Zierdach, das bei kirchlichen Prozessionen über der Monstranz getragen wird.

Baldachin Bernini Petersdom

Der Baldachin von Bernini. Eine gigantische Kanzel, die einen ins Staunen versetzt!

Die wunderschönen Statuen

Im Petersdom hängen insgesamt 395 Bilder. Natürlich kann ich sie hier nicht alle aufzählen oder euch mit den Namen langweilen, aber es gibt ein Bild, das man definitive nicht verpassen darf, und das ist Michelangelos Pietà. Eine wunderschöne Marmorstatue der Madonna mit Kind.

Der Körper von Papst Johannes XXIII.

Neben einigen monumentalen Kunstwerken gibt es im Petersdom auch eine etwas komische Sehenswürdigkeit zu besichtigen! In einem wunderschön verzierten Glassarg kann man die Leiche von Papst Johannes XXIII. bewundern. 38 Jahre nach seinem Tod wurde Papst Johannes XXIII. aus seinem Grab entnommen und im Petersdom ausgestellt. Ein Phänomen, das vor ihm nur mit zwei anderen Päpsten gemacht wurde. Einige hielten es für ein Wunder, dass Papst Johannes XXIII. noch so gut erhalten war, aber dieser Eindruck täuscht. Als Papst Johannes XXIII. starb, wurde ihm eine spezielle Flüssigkeit injiziert, die seinen Körper so gut konservierte.

Papst Johannes XXIII Körper Petersdom

Der Leichnam von Papst Johannes XXIII. fällt bei einem Besuch des Petersdoms nicht besonders auf. Man muss ihn also gut suchen!

Die Grabkammern

Im Petersdom gibt es mehr als 100 Gräber, von denen 91 ehemalige Päpste beherbergen. Wenn man die Reliquien des oben genannten heiligen Petrus sehen möchte, muss man sich in die Krypta begeben. Erst seit dem Jahr 1979 (dank Papst Johannes Paul II.) sind diese öffentlich zugänglich. Es ist daher ein Ort, an dem sich viele Pilger treffen. Aus Respekt darf man hier keine Fotos machen.

Die Kuppel des Petersdoms

Die Kuppel des Petersdoms ist eines der absoluten Highlights des Petersdoms und man kann die Kuppel des Petersdoms sogar besteigen. Sie liegt direkt über dem Grab des heiligen Petrus und wird von vier riesigen Säulen getragen. Am Fuße des Grabes befinden sich die Statuen der heiligen Veronica, des heiligen Andreas, des heiligen Longinus und der heiligen Helena. Besteige das Dach der Basilika (551 Stufen!) und genieße von oben einen wohlverdienten und spektakulären Panoramablick auf Rom. Von hier aus kann man auch die Engelsburg und die Vatikanischen Gärten sehen.

Kuppel Petersdom besichtigen

Man muss etwas daran finden, aber die Aussicht von der Kuppel des Petersdoms ist atemberaubend schön!

Wie viel kostet der Eintritt  des Petersdoms?

Ein Besuch des Petersdoms kostet nichts, naja… außer viel Zeit. Der Eintritt ist kostenlos, aber für einige Sehenswürdigkeiten im Petersdom muss man bezahlen, einschließlich des Zugangs zur Kuppel des Petersdoms. Es gibt zwei Optionen:

  • Man besteigt alle 551 Stufen (Kosten 5 €)
  • Man nimmt einen Aufzug und spart sich so die ersten 320 Stufen (Kosten 7 €)

Willst du nicht stundenlang in der Warteschlange verbringen (und nein, leider ist das keine Übertreibung…)? Dann buche ein Priority-Ticket für 19,50 € (+ deutscher Audioguide). Willst du einen echten Reiseleiter? Dafür zahlt man 27 €.

Ein weiterer Tipp ist ein Besuch der Vatikanischen Museen direkt mit einem Besuch des Petersdoms (40 bis 50 € pro Person) zu kombinieren. Von den Vatikanischen Museen aus gelangt man über einen separaten Gang zum Petersdom, und an beiden Orten erhält man sehr interessante Erklärungen.

Öffnungszeiten Petersdom

Täglich geöffnet:

  • April bis September: 7:00 – 19:00 Uhr
  • Oktober bis März: 7:00 – 18:00 Uhr

Die Kuppel des Petersdoms hat andere Öffnungszeiten:

  • April bis September: 8:00 – 18:00 Uhr
  • Oktober bis März: 8:00 – 17:00 Uhr
Eintritt Petersdom

Die ganze Kirche ist reichlich mit Marmorstatuen und -säulen, Blattgold und schönen Gemälden geschmückt.

Tipps für den Besuch des Petersdoms

  • Achte darauf, passende Kleidung zu tragen! Shorts, Mini-Röcke oder nackte Schultern sind nicht erlaubt. Mit diesen Kleidern wird dir der Eintritt in den Petersdom verweigert.
  • Um in den Petersdom hineinzukommen, muss man sich manchmal für 45 Minuten bis drei Stunden anstellen. Komm also so früh wie möglich oder buche ein Ticket, mit dem man sich nicht anstellen muss, um die Kuppel des Petersdoms zu besichtigen.
  • Die nächstgelegene Metrostation ist Ottaviano. Von hier aus sind es zum Petersdom nur zehn bis fünfzehn Minuten Fußmarsch.
  • Wahrscheinlich wirst du auch in die Vatikanischen Museen gehen (lies hier, wie du die Warteschlangen umgehen kannst). Buche eine deutsche Führung durch den Vatikan und den Petersdom. Durch eine Tür in der Sixtinischen Kapelle führt dich ein Reiseleiter direkt in den Petersdom, wodurch man sich nicht zweimal anstellen muss. Wenn man keine deutsche Führung durch den Vatikan gebucht hat, kann man trotzdem mit durch die Tür huschen. Aber lass dich besser nicht dabei erwischen!
Petersdom Vatikan besuchen

Bereite dich auf eine gigantische Menschenmenge vor! Der Petersdom ist eine der schönsten Sehenswürdigkeiten Italiens!

Sechs interessante Fakten über den Petersdom

  1. Die Kuppel des Petersdoms ist weltberühmt. Michelangelo, der Schöpfer der Kuppel des Petersdoms, sagte Folgendes darüber: „Ich hätte sie größer als die des Pantheons machen können, aber nicht schöner.“
  2. Die kreuzförmige Basilika hat eine Gesamtfläche von 15.160 Quadratmetern. 60.000 Gläubige können hier einem Gottesdienst beiwohnen.
  3. In der Mitte des Petersdoms befindet sich ein 25,5 Meter hoher ägyptischer Obelisk. Ursprünglich wurde er von dem berühmten Kaiser Caligula nach Rom gebracht, aber Papst Sixtus V. befahl, ihn in die Vatikanstadt zu bringen. Dies erforderte die Arbeitskraft von 800 Männern.
  4. Obwohl behauptet wird, dass sich im Petersdom die Überreste des heiligen Petrus befinden, sind die Archäologen immer noch anderer Meinung. Sie nehmen an, dass seine Überreste sogar in einer Höhle in Jerusalem liegen könnten!
  5. Genau wie den Dogenpalast in Venedig kann man den Petersdom im Videospiel Assassin’s Creed: Brotherhood virtuell besteigen.
  6. Entgegen der landläufigen Meinung ist diese Kirche keine Kathedrale, da sie nicht der Sitz eines Bischofs ist. Der Sitz des Bischofs ist die Lateranbasilika des heiligen Johannes im Lateran, eine der fünf Papstbasiliken Roms, die sich ebenfalls in Rom befindet.

Selbst wenn man nicht gläubig ist, sollte man den Petersdom während eines Urlaubs in Rom auf jeden Fall besuchen. Zusammen mit dem Kolosseum ist dies vielleicht das beeindruckendste Bauwerk der italienischen Hauptstadt.

innen Petersdom Besichtigen

Probiere, den Petersdom mit einem Reiseleiter zu besichtigen. Dann hört man großartige Geschichten und echten Klatsch aus dem Vatikan! Wirklich sehr empfehlenswert.

Den Petersdom besichtigen mit Vorrangtickets

Als ich die Warteschlangen vor dem Petersdom sah, verließ mich jeglicher Mut. Ich habe gehört, dass die Warteschlangen manchmal bis zu drei Stunden dauern können, und das ist wirklich nicht übertrieben… Normalerweise ist der Eintritt in den Petersdom kostenlos, aber gegen eine kleine Gebühr kann man auch Skip-the-Line Tickets kaufen.

Das würde ich auf jeden Fall machen! Denn drei Stunden in der Schlange zu stehen kam für mich nicht in Frage…

Eine weitere Möglichkeit, nicht so lange anstehen zu müssen, ist, den Besuch des Petersdoms mit einem Besuch der Vatikanischen Museen zu kombinieren. Buche deine Tickets online und kombiniere diese mit einer deutschen Führung durch den Petersdom. Auf diese Weise kannst du die Warteschlangen zweimal umgehen! Einmal für die Vatikanischen Museen und einmal für den Petersdom.

Priority-Tickets kann man u.a. hier kaufen:

 

Städtereise nach Rom

Es gibt in Rom natürlich noch viel mehr zu sehen als nur die Vatikanstadt. Die Ewige Stadt ist voll von schönen Sehenswürdigkeiten, Denkmälern und besonderen Geschichten. Um alles zu sehen, braucht man allerdings ein paar Tage Zeit. Wie wäre es mit einem Städtetrip nach Rom?

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