Opéra Garnier besuchen: Infos, Fotos und Tickets für Opera Garnier

Die Opéra Garnier, auch Palais Garnier genannt, ist das älteste der beiden Opernhäuser in Paris. Dieses Opernhaus liegt in der Nähe der berühmten Galeries Lafayette und ist zweifellos eines der schönsten Gebäude in Paris. Dieses majestätische, barocke Bauwerk ist zugleich auch eine der größten Opern weltweit. Und wenn dich das noch immer nicht davon überzeugt hat, die Oper Garnier in Paris zu besuchen, dann schafft es vielleicht das schöne Interieur! Lies hier mehr über das Palais Garnier, kauf dein Tickets für Opera Garnier online oder wirf einen Blick auf die schönen Fotos.
Warst du schon mal in der Oper Garnier in Paris? Dann schick mir auf jeden Fall eine Nachricht!

 

Palais Garnier Opera Garnier

Das Palais Garnier besuchen

Wie überall in Paris muss man sich auch hier in einer Reihe anstellen, um die Sicherheitskontrolle zu passieren (Tipp: kauf deine Tickets für Opera Garnier darum bereits im Vorfeld online. Der Preis ist derselbe, aber man muss nicht so lange warten). Wenn man die Opéra Garnier erst einmal betreten hat, stellt man fest, dass wirklich alles verziert ist. Das Innere (und Äußere) der Oper Garnier sieht ein bisschen so aus wie eine Ansammlung verschiedener Baustile, größtenteils aus Fransen und Verzierungen. Die Architektur wird auch Beaux-Arts-Architektur genannt und das ist keine Übertreibung. Alles, was man hier sieht, scheint zur Kunst erhoben zu sein!

Virtueller Rundgang durch die Oper Garnier in Paris

Die Opéra Garnier ist eines der größten Opernhäuser der Welt und meiner Meinung nach auch das schönste Opernhaus in Paris. Ich kann dir auf jeden Fall versichern, dass es hier genug zu sehen gibt! Planst du eine Führung (15,50 € – inklusive Reiseleiter und Ticket) oder möchtest du die Oper Garnier selbst entdecken? Hier liste ich die schönsten Orte für dich auf und begleite diese mit ein paar Fotos:

Die Außenseite

Die Fassade:

Die beeindruckende Fassade des Palais Garnier zieht direkt die Aufmerksamkeit auf sich. Zwei goldene Statuen stehen links und rechts und repräsentieren Harmonie (links) und Poesie (rechts). Ein Stockwerk tiefer kann man Dutzende von gemeißelten Büsten aller möglichen Stars der Opernwelt sehen, darunter Rossini, Beethoven, Mozart und Halévy. Ganz oben auf der Kuppel sieht man Apollo. Auch auf dem Rest der Opéra Garnier sieht man viele weitere griechische Götter.

Die linke Seite, der Pavillon de l’Empereur:

Bleib nicht zu lange vor der schönen Fassade des Palais Garnier stehen, denn es gibt hier noch viel mehr zu sehen! Auf der linken Seite des Palais Garnier sieht man den Pavillon de L’Empereur. Der ängstliche Napoleon III. (ein Neffe Napoleons Bonapartes, der übrigens berechtigte Angst um sein Leben hatte, denn in einem anderen Opernhaus wurde ein Anschlag auf ihn verübt), ließ einen privaten Eingang bauen, durch den man ihn (mit einer Kutsche und allem drum und dran!) direkt in die Oper Garnier bringen konnte. Dieser besondere Eingang wurde jedoch nie fertiggestellt, da das französische Kaiserreich zusammenbrach. Hier findet man heutzutage das Bibliothèque-Musée de l’Opéra de Paris. Eine beeindruckende Bibliothek, die man ebenfalls besuchen kann, wenn man die Opéra Garnier besucht.

Die rechte Seite, der Pavillion des Abonnés:

Auf der rechten Seite sieht man den Eingang für die Elite, die die Oper Garnier in Paris sehr gerne besuchte. Hier konnten (kleinere) Kutschen direkt vor der Tür halten, um ihre Fahrgäste ordentlich vor dem Eingang abzusetzen, ohne mit dem vulgären Mob in Berührung kommen zu müssen. Das waren noch Zeiten!

Opera Garnier Paris

Die Fassade der Oper Garnier. Wunderschön, nicht wahr?

Pavillion de l'Empereur palais garnier

Der Pavillion de l’Empereur, oder die linke Seite von Paris‘ schönstem Opernhaus.

Das Innere

Mit deinem Opera Garnier Ticket (11 € pro Person) kannst du dir (endlich!) das grandiose Innere des Palais Garnier ansehen.

Der gesamte Innenbereich der Opéra Garnier scheint aus einem Märchen zu stammen. Der barocke Reichtum wurde hier nur allzu gerne zur Schau gestellt! Unglaublich wertvoller Samt, Blattgold und Hunderte von märchenhaften Engeln und anderen Skulpturen sind im Inneren des Palais Garnier zu finden.

Übrigens empfehle ich dringend, in der Oper Garnier wirklich einen Reiseleiter zu buchen. Diese können einem so viel erzählen, und das macht einen Besuch der Opéra Garnier wirklich noch viel interessanter. Ein Ticket + Reiseleiter im Palais Garnier kostet nur 15,50 € pro Person. Wegen des Preises sollte man also nicht ins Zweifeln kommen.

Le Grand Escalier:

Bevor man den Grand Escalier erreicht, kommt man auch am Vestibule du contrôle (wo die Tickets für Opera Garnier kontrolliert werden) und am Rotonde des subsconnés vorbei (eine beeindruckende Wartehalle, in der die Leute auf den Beginn der Vorstellung warten. Von hier aus starten übrigens auch die Führungen durch die Oper Garnier).

Wenn man den Grand Escalier erreicht, kommt man erst einmal ins Staunen. Weißer, roter und grüner Marmor fliegt einem hier um die Ohren. Der Marmor ist poliert oder findet sich in schönen Stufen, Kronleuchtern, Statuen, Säulen und anderen Verzierungen wieder. Unter dem Dach dieser beeindruckenden Inneneinrichtung sieht man einige wunderschöne Gemälde mit mythischen und göttlichen Szenen.

Da es hier keine Fenster gibt, ist alles ziemlich dunkel, und deshalb haben mich die gekerbten und gerippten Marmorhandläufe und Verzierungen manchmal an Knochen, Knöchel und Rückgrate erinnert. Ich habe mich bei dem Anblick direkt an das seltsame Beinhaus in Tschechien erinnert!

Das Grand Foyer und die Salons:

Das Grand Foyer kommt dem Schloss Versailles schon sehr nah. Es ist zweifellos der beeindruckendste Teil der Opéra Garnier. Inspiriert von den Schlössern und Palästen der französischen Renaissance, sieht man hier riesige Kronleuchter, schöne Spiegel, detaillierte Säulen, riesige Wand- sowie Deckenmalereien und vieles mehr.

Das Grand Foyer ist 154 Meter lang, 18 Meter hoch und 13 Meter breit und wirklich jeder Quadratzentimeter hier ist außergewöhnlich. Die schönen Deckengemälde spiegeln wichtige Momente der Musikgeschichte wider.

Ursprünglich war dieser Raum nur Männern vorbehalten, aber im 19. Jahrhundert wurde die spanische Königin so neugierig auf diesen Raum, dass sie darum bat, ihn sehen zu dürfen. Bald darauf durfte sie und ihr (weibliches) Gefolge diesen Raum ebenfalls besuchen, und damit wurde eine jahrelange Tradition gebrochen. Glücklicherweise, denn niemand sollte das Grand Foyer verpassen!

La Salle de Spectacle (der Konzertsaal):

Zum Schluss sollte man sich auf jeden Fall auch den Konzertsaal der Oper Garnier ansehen. Zumindest, wenn er geöffnet ist. Es finden dort regelmäßig Proben statt, so dass der Saal für die Öffentlichkeit immer wieder für eine Weile geschlossen ist. In diesem beeindruckenden Auditorium haben 1979 Menschen Platz, und auf der Bühne (übrigens der größten Europas) können etwa 450 Menschen gleichzeitig spielen! Recke deinen Hals auf jeden Fall auch mal Richtung Decke, denn die Logen, Deckengemälde und der gigantische Kronleuchter sind beeindruckend, um es vorsichtig auszudrücken!

grand escalier palais garnier besichtigung

Vom Grand Escalier aus hat man einen phänomenalen Blick auf die gesamte Oper Garnier. Wunderschöne Kerzenhalter, schöne Statuen und außergewöhnliche Deckenmalereien.

Palais Garnier besuchen

Meiner Meinung nach war dies der schönste Saal im ganzen Opernhaus. Er erinnerte mich an Versailles!

Konzertsaal Opera Garnier

Der Konzertsaal im Palais Garnier. Stell dich besser nicht unter diesen Kronleuchter, denn man weiß ja nie…

Opera Garnier Tickets

Eigentlich dränge ich niemandem auf, bestimmte Sehenswürdigkeiten auf jeden Fall zu besuchen, aber wenn man die Opéra Garnier nicht gesehen hat, hat man eine der schönsten Sehenswürdigkeiten in Paris verpasst.

Tickets für das Palais Garnier kosten nur 11 € und Kinder unter 12 Jahren genießen sogar kostenlosen Eintritt.

Wenn man weitere Informationen vor Ort wünscht, kann man einen Audioführer buchen (5 € für eine Stunde Information). Aber ich denke, dass es besser ist, einen echten Reiseleiter zu buchen (15,50 €, inklusive Ticket für die Opera Garnier).

Wenn man dem Trubel lieber entfliehen möchte, kann man auch nach Feierabend noch Touren in der Oper Garnier buchen. Diese kosten 19,50 € und auch hier ist das Ticket für das Palais Garnier bereits im Preis enthalten.

Man kann das Palais Garnier täglich von 10:00 bis 16:30 Uhr besuchen, aber es gibt auch Ausnahmen (z.B. Nachmittagsvorstellungen und außergewöhnliche Schließungen).

Ein bisschen Geschichte

Im 19. Jahrhundert bestand dringender Bedarf an einem neuen Opernhaus, da die alte Oper nicht stilvoll und groß genug war. Der damalige Kaiser Napoleon III. (der Neffe von Napoleon Bonaparte!) hatte außerdem gerade einen Anschlag im anderen Opernhaus in Paris überlebt. Es musste also ein neues Gebäude mit einem sicheren Eingang für den Kaiser und alle anderen wichtigen Personen geplant werden.

Am 30. Dezember 1860 wurde ein nationaler Wettbewerb zur Gestaltung des neuen, stattlichen Opernhauses ausgerufen. Aus mehr als 170 Einsendungen wurde schließlich Garniers Idee zum Sieger gekürt. Napoleon III. war mit Garniers Plänen sehr zufrieden, aber seine Frau war damit nicht wirklich einverstanden („Was soll das denn sein? Das hat doch keinen Stil! Das ist kein Ludwig XIV., nicht einmal ein Ludwig XV. oder Ludwig XVI.“, worauf Garnier antwortete: „Nein, Madame, es ist viel besser als das: es ist Napoleon III.!“)

Das Grundwasser verursachte von Anfang an Probleme (und dieser „unterirdische See“ inspirierte Gaston Leroux auch für seinen Roman „Das Phantom der Oper“). Im Jahr 1870 wurde das französische Kaiserreich gestürzt, was die Pläne für den weiteren Bau gefährdete. Darauf folgte der französisch-preußische Krieg und ein ganz neues politisches Regime kam an die Macht. Diese neuen Politiker konnten alles, was sie an Napoleon III. erinnerte, nicht ausstehen, und zeigten daher kein Interesse an der Fertigstellung des Palais Garnier. Glücklicherweise gab es im Jahr 1873 einen heftigen Brand, der das andere Opernhaus zerstörte, weshalb Garnier gebeten wurde, sein neues Opernhaus so schnell wie möglich fertigzustellen. Und dies tat er dann auch, und schon ein Jahr später war der majestätische Palais Garnier endlich fertig. Obwohl die Oper Garnier viel weniger grandios als ursprünglich geplant wurde, ist sie meiner Meinung nach trotzdem immer noch sehr beeindruckend!

Rundgang Palais Garnier Tickets

Bei einer Führung durch die Oper Garnier in Paris wird man von ihrer Schönheit begeistert!

8 lustige und interessante Fakten über die Opéra Garnier

  1. Obwohl es in Paris zwei Opernhäuser gibt (das Palais Garnier und die Opéra Bastille), werden in der Opéra Garnier keine Opern mehr aufgeführt. Eigentlich gibt es hier nur noch Ballettaufführungen.
  2. Das Phantom der Oper, das wohl berühmteste Musical aller Zeiten, spielt in der Opéra Garnier.
  3. 14 Maler und 73 Bildhauer arbeiteten jahrelang an der schönen Fassade der Opéra Garnier.
  4. Der gigantische Kronleuchter, der im Konzertsaal hängt, wiegt 7 Tonnen und wurde ebenfalls von Garnier entworfen. Durch einen Unfall fiel im Jahr 1896 ein Stück des Kronleuchters herunter und tötete eine Besucherin der Opéra Garnier… Aua!
  5. Die Treppe von Le Grand Escalier ist überraschend niedrig, und dafür gibt es auch einen Grund: damit die Knöchel der Frauen nicht gesehen werden können. Stell dir vor, was dieser Anblick bei den Männern auslösen könnte!
  6. Unsichtbar für die Besucher gibt es auch 80 Artistenlogen, die unter dem Palais Garnier versteckt sind. Das muss auch so sein, denn für die Shows, die hier aufgeführt werden, braucht man viele Künstler!
  7. Rund um das Palais Garnier gab es früher Dutzende von Banken. Nur reiche Menschen gingen früher in die Oper Garnier in Paris, und eigentlich ging es beim Besuch vor allem um das Sehen und Gesehenwerden. An einem solchen Abend mussten sich die Gäste reichlich mit Juwelen und anderen teuren Sachen eindecken. Bevor sie in die Oper gingen, konnten sie diese schnell noch in der Bank abholen.
  8. Vom obersten Stockwerk des Konzertsaals aus kann man kaum etwas sehen. Diese Logen waren früher für die Armen reserviert, die nur hierher kamen, um die Reichen anzustarren. Manchmal nahmen sie Essen mit und warfen es in Richtung der Bourgeoisie. Um dies zu verhindern, wurden diese Logen abgeschirmt. Wenn du eine Aufführung in der Opéra Garnier besuchen möchtest, rate ich dir, keine Plätze in diesen Logen zu buchen! Die Absperrung wurde zwar mittlerweile entfernt, aber man sieht dort immer noch sehr wenig (und leider ist es auch nicht mehr erlaubt, mit Essen zu werfen)!
Opera PAris Garnier

Die Rückseite der Opéra Garnier.

Städtereise nach Paris

Ein Tag in Paris reicht wirklich nicht aus. Es gibt in dieser schönen Stadt so viel zu sehen, dass man auf jeden Fall einen kurzen Städtetrip machen sollte.

Glücklicherweise kosten ein paar Nächte in einem schönen Hotel gar nicht mal so viel. Wirf einen Blick auf diese Angebote:

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann gib ihm 5 Sterne! Vielen Dank.
 
Dieser Artikel enthält einige Affiliate-Links. Wenn du etwas über diesen Reiseveranslater buchst, bekomme ich eine kleine Provision auf die Buchung. Du bezahlst dafür keinen Aufpreis. Du kannst diesen Prozess als Möglichkeit sehen, diesen Blog zu unterstützen, wenn er dir gefallen hat. Ich benutze diese Reiseveranstalter selbst, und ich empfehle ausschließlich Reiseveranstalter, die ich auch selbst benutze.
 

Folgst du mir bereits in den Social Media?


Hallo, ich bin Sam Van den Haute. Wärend der letzten 5 Jahre bin ich fast ständig um die Welt gereist. Die Suche nach Abenteuern und der Besuch schöner Orte sind meine Leidenschaft. Lass dich von mir mit tollen Geschichten, schönen Bildern und nützlichen Tipps zu meinen Reiseabenteuern inspirieren. Auf meiner Facebook-Seite und meinem Instagram-Profil findest du die neuesten Updates und wunderschöne Bilder, die dich für deine nächste Reise inspirieren.
Schließ dich meinen Tausenden von Followern an, um die neuesten Updates zu erhalten!

Like Checkoutsam auf Facebook
 

Hinterlasse eine Nachricht

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

You may use these HTML tags and attributes:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Checkoutsam | Reiseblog und Reiseführer