Kasematten der Stadt Luxemburg: Welche zu besuchen? Info + Tipps + Fotos

Auf den ersten Blick kann man sich nicht vorstellen, dass sich unter den Felsen und Hügeln, auf denen die Stadt Luxemburg thront, ein gigantisches unterirdisches Korridornetz befindet, das einst eine eigene kleine Stadt beheimatete.
Nachdem Luxemburg von den Spaniern eingenommen wurde, beschloss der Herrscher, die Stadt uneinnehmbar zu machen, indem er einen mehr als 20 Kilometer langen unterirdischen Festungsgürtel erbaute. Diese unterirdische Anlage funktionierte so gut, dass Luxemburg sogar den Namen "Gibraltar des Nordens" erhielt.

Kasematten der Stadt Luxemburg

Ein bisschen Geschichte

Im Mittelalter (und auch noch später) war Luxemburg ein äußerst wichtiger Standort im Herzen Europas. Aus diesem Grund wurde viel Blut vergossen, um diese Region zu erobern und damit die Macht des Herrschers zu stärken. Viele Kriegsherren versuchten es, aber erst im Jahr 1644 gelang es den Spaniern, die Stadt Luxemburg einzunehmen.

Die wenigen bereits vorhandenen unterirdischen Militärkorridore wurden auf eine Länge von 23 Kilometern ausgebaut. Ein Jahrhundert später perfektionierten die Österreicher die Kasematten von Luxemburg, indem sie die Gänge auch in die Tiefe ausbauten. Die Gesamtlänge der Kasematten der Stadt Luxemburg betrug zu dem Zeitpunkt 23 Kilometer und einige Gänge waren bis zu 40 Meter tief. Es handelte sich also um ein echtes Festungswerk!

Während der Französischen Revolution hielten die Kasematten der Stadt Luxemburg den Angriffen sieben Monate lang stand, ohne auch nur einen einzigen Schaden zu nehmen. Kein Wunder, dass das Festungswerk von den Franzosen den Beinamen “Gibraltar des Nordens” erhielt.

Nach der Londoner Konferenz wurden Teile der Kasematten der Stadt Luxemburg geschleift. Der größte Teil (17 km) lag jedoch knapp unter der Stadt Luxemburg, weshalb er nicht zerstört werden konnte. Zum Glück! Denn während des Zweiten Weltkriegs dienten die unterirdischen Gänge Tausenden von Luxemburgern als Schutzbunker vor Bombenangriffen.

Seit 1994 stehen die Kasematten der Stadt Luxemburg auf der Liste des Welterbes der UNESCO. Über 100.000 Besucher besichtigen die Kasematten der Stadt Luxemburg jedes Jahr.

Kasematten Stadt Luxemburg

Kanonen sind alles, was heute noch übrig ist, aber einst standen hier Tausende von Soldaten und Pferden!

Die Petrus-Kasematten

Die ersten Kasematten, die gebaut wurden, waren die Petrus-Kasematten (in der Nähe der Kathedrale unserer lieben Frau von Luxemburg). Hauptziel war es, die bestehenden Festungen und Burgen zu stärken, um Überfälle abzuwehren. Als Luxemburg von den Österreichern im 18. Jahrhundert eingenommen wurde, erfolgte ein Ausbau der Kasematten der Stadt Luxemburg. Vom Unterwall aus schossen Armbrustschützen auf sich nähernde Feinde, und später wurden auch preußische Kanonen verwendet, um Eindringlinge zu vertreiben.

Die Bock-Kasematten

Die Petrus-Kasematten in Luxemburg wurden von den Österreichern im 18. Jahrhundert erweitert. Durch diese zusätzlichen unterirdischen Korridore konnten weitere 1.200 Soldaten und 50 Kanonen in der unterirdischen Anlage untergebracht werden.

Der Ausgang der Bock-Kasematten in Luxemburg grenzt an die “Corniche”, die für viele als der beste Aussichtspunkt über Luxemburg gilt und auch der schönste Balkon Europas genannt wird.

Der Eintritt in die Kasematten der Stadt Luxemburg kostet 6 € für Erwachsene und 5 € für Studenten oder Rentner sowie 3 € für Kinder.

Bock-Kasematten Luxemburg

Die dunklen Gänge der Bock-Kasematten in Luxemburg. Der Eintritt in die Kasematten der Stadt Luxemburg kostet 6 € für Erwachsene und 5 € für Studenten oder Rentner sowie 3 € für Kinder.

Was gibt es in den Kasematten von Luxemburg zu sehen?

Die Kasematten sind zwar jetzt immer noch beeindruckend, aber früher müssen sie noch viel größer gewesen sein. Dieses unterirdische Labyrinth war mit Dutzenden (!) von Forts und Festungen verbunden, die zusammen eine unvergleichliche militärische Festung bildeten.

Nach der Londoner Konferenz wurden (fast) alle Festungen und Schlösser abgerissen und ein großer Teil der Kasematten selbst zerstört. Dennoch kann man sich noch gut vorstellen, wie es hier früher einmal ausgesehen haben muss.

Vor vielen Jahrhunderten war hier Platz für Tausende von Soldaten und Pferde und in Kriegszeiten gab es hier sogar eine ganze unterirdische Stadt. Kannst du dir vorstellen, dass es in den Kasematten der Stadt Luxemburg einmal Metzgereien, Bäckereien, Kantinen und sogar Waffenwerkstätten gab?

Leider ist heutzutage nicht mehr viel davon übrig, aber mit ein wenig Fantasie kann man es sich alles noch vorstellen.

In den Überresten kann man heute die Größe dieses unterirdischen Labyrinths nur noch erahnen. Breite Gänge (die oft gar nicht mal so hoch sind) führen einen durch den äußeren Teil der Stadt. Durch die Löcher in den Mauern hat man einen schönen Blick auf die umliegende Stadt und manchmal entdeckt man sogar noch eine Kanone.

Wenn du möchtest, kannst du noch mehr von den Kasematten der Stadt Luxemburg besuchen. Die unebene Treppe führt einen 40 Meter in die Tiefe und ist zugleich ein perfekter Fluchtweg, falls es in den Kasematten der Stadt Luxemburg einmal gefährlich wird.

Luxemburg Kasematten

Es ist beeindruckend, wie weit diese unterirdischen Gänge reichen, oder? Der Eintritt in die Kasematten der Stadt Luxemburg kostet 6 € für Erwachsene und 5 € für Studenten oder Rentner sowie 3 € für Kinder.

Tipps, um deinen Besuch noch angenehmer zu gestalten

  • Bring gute Wanderschuhe mit. Der Untergrund ist alles andere als flach und es gibt viele Treppen auf dem Weg (die einen manchmal in Sackgassen führen, also verzweifel nicht zu schnell!).
  • Beim Eingang zu den Kasematten der Stadt Luxemburg gibt es eine Toilette. Wenn du noch einmal aufs Klo musst, solltest du davon Gebrauch machen, denn in den Kasematten der Stadt Luxemburg gibt es keine Toiletten mehr.
  • Es gibt keine Audioguides. Wenn du mehr über die Kasematten der Stadt Luxemburg erfahren möchtest, ist es ratsam, eine Führung zu buchen.
  • Schau auf jeden Fall ein paar Mal durch die Öffnungen an den Seiten. Manchmal bekommt man unverhofft eine schöne Aussicht!
  • Erkunde Luxemburg mit dem Zug. Parken ist in Luxemburg sehr teuer.
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